Das Glücksversprechen, das der Kunst innewohnt, kann wohl nirgends so deutlich erfahren werden wie in der Musik. Dieses Versprechen trägt das Orchesterstück »Let there be light« der ukrainischen Komponistin Bohdana Frolyak (*1968), das sich mit den Titelworten »Es werde Licht!« auf die biblische Schöpfungsgeschichte bezieht. Das klangschöne, weltweit aufgeführte Stück entstand 2023 nach dem Überfall der Sowjetunion. Es spart die Erfahrung des Krieges nicht aus, stellt aber die Hoffnung auf eine Welt dagegen, in der in der Ukraine Frieden herrscht.
Dass auch wenige Takte reichen, um ein Glücksversprechen musikalische Wirklichkeit werden zu lassen, beweist Robert Schumann in seinem Violinkonzert aus der allerletzten Zeit des Komponisten. Der innige Gesang des Mittelsatzes fällt wie ein Lichtstrahl in die abgründige Welt des Werks hinein und bleibt in seiner Weltvergessenheit lang im Gedächtnis haften.
Dvořáks 6. Sinfonie steht dann ganz auf der Lichtseite der Musik. Von idyllischen Naturstimmungen erfüllt stellt sie die »Pastorale« des Komponisten dar. Diese Sinfonie atmet das Glücksversprechen eines heiteren Sommertages.
Am Pult begrüßen die Dortmunder Philharmoniker die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv, die Rekorde sammelt wie andere Leute Briefmarken. So war sie die erste Dirigentin in der Geschichte der »Bayreuther Festspiele«, danach die erste ukrainische Dirigentin in der Geschichte der New Yorker Metropolitan Opera und auch die erste weibliche Chefdirigentin eines italienischen Opernhauses. Überflüssig zu sagen, dass Oksana Lyniv regelmäßig in Wien, Chicago und Berlin zu Gast ist.
Konzerthaus Dortmund
7. Philharmonisches Konzert – Glücksversprechen
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Das Glücksversprechen, das der Kunst innewohnt, kann wohl nirgends so deutlich erfahren werden wie in der Musik. Dieses Versprechen trägt das Orchesterstück »Let there be light« der ukrainischen Komponistin Bohdana Frolyak (*1968), das sich mit den Titelworten »Es werde Licht!« auf die biblische Schöpfungsgeschichte bezieht. Das klangschöne, weltweit aufgeführte Stück entstand 2023 nach dem Überfall der Sowjetunion. Es spart die Erfahrung des Krieges nicht aus, stellt aber die Hoffnung auf eine Welt dagegen, in der in der Ukraine Frieden herrscht.
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