Cuvilliéstheater

Bye Bye Lolita

15 Nov — 18 Dec 2026
19:30 - 21:20
17 bis 57 €
Tickets

Sold by: residenztheater.de

17 bis 57 €

Go to residenztheater.de ↗

You will be redirected to the partner's website in a new tab.

Residenzstraße 1, München

nach dem gleichnamigen Roman von Lea Ruckpaul für die Bühne bearbeitet von Lea Ruckpaul und Nora Schlocker
Uraufführung
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

About the event

nach dem gleichnamigen Roman von Lea Ruckpaul für die Bühne bearbeitet von Lea Ruckpaul und Nora Schlocker
Uraufführung
Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Vladimir Nabokovs Roman »Lolita« aus dem Jahr 1955 wurde ein Bestseller, wenn auch ein umstrittener. Kontroversielle Diskussionen um Pornografieverdacht und Publikationsverbot auf der einen und Faszination für die literarische Finesse auf der anderen Seite begleiten ihn seit dem Erscheinen. Auf seine zum zweifelhaften Mythos gewordene Titelfigur blickte der Autor durch die Augen ihres Stiefvaters. Lea Ruckpaul lässt in ihrem erfolgreichen Debütroman Dolores Haze überleben und erzählt die Geschichte des jahrelangen Missbrauchs rückblickend mit der Analysefähigkeit der erwachsenen Frau, die nicht einseitig als Opfer verstanden werden möchte.

»Ich bin nicht tot. Ich bin durch alle Zeiten gereist. Ich will keine Zuwendung und ich will keine Wiedergutmachung. Ich will Autonomie.«

Anders als in Vladimir Nabokovs Roman aus dem Jahr 1955 lässt Lea Ruckpaul, Ensemblemitglied am Residenztheater, die Figur Lolita in ihrem Romandebüt nicht nur überleben, sondern auch selbst zu Wort kommen. Mit der Wut des Kindes, dem niemand geholfen hat, und der Analysefähigkeit der erwachsenen Frau erzählt Dolores Haze – so lautet Lolitas eigentlicher Name – vom jahrelangen sexuellen Missbrauch durch ihren Stiefvater Humbert Humbert. Sie legt schonungslos Zeugnis ihres eigenen Lebens ab; sie schildert die Beziehung zu ihrem Täter von der ersten Begegnung im Haus der Mutter bis zu ihrer letzten, lange nachdem ihr die Flucht gelungen ist. Sie beschreibt detailliert die unzähligen Tage und Nächte in Motels auf der Odyssee durch Amerika, auf der sie ständig mit dem übergriffigen Mann um Macht und Zuneigung ringt, als Waise vollkommen auf sich gestellt. Damit setzt Ruckpaul Nabokovs Bestseller – der seiner Titelfigur zwischen Pornografieverdacht, Publikationsverbot und Faszination für seine literarische Finesse zum Status eines durchaus zweifelhaften Mythos verholfen hat – einen radikalen Perspektivwechsel entgegen.

Die Uraufführung inszeniert Hausregisseurin Nora Schlocker, die mit Lea Ruckpaul bei »Prima Facie« bereits erfolgreich zusammengearbeitet hat.

Comments

No comments yet

Be the first to comment

Łączenie z serwerem...

Wystąpił błąd. Odśwież X