nach dem Roman von Ágota Kristóf
Theaterfassung von Joris Löschburg
„Wir beschließen, hart zu werden“ Zwei Zwillingsbrüder werden aus der bombardierten Stadt zu ihrer Großmutter aufs Land gebracht. „Ich werde euch zeigen, wie man lebt!“, sagt sie – im Dorf kennt man sie nur als „die Hexe“. Zuneigung gibt es nicht; die Kinder sind auf sich gestellt und lernen, dass der Krieg keine Gnade kennt. Alles, was ihnen bleibt, ist eiserne Disziplin und ein dickes schwarzes Heft. Darin notieren sie alles: Grausamkeit, Hunger, Angst, Verrat. Zugleich trainieren sie Körper und Geist, testen ihre Moral, überprüfen ständig, wie viel der Mensch ertragen kann, ohne zu brechen. Das kindliche Spiel wird zu einem Training für den Ernstfall, einer Selbsttechnik zum Überleben.
Ágota Kristófs „Das große Heft“ ist eine erschütternde Reise an die Ränder des Menschseins: Was bleibt, wenn der Krieg alles nimmt? Wie viel Grausamkeit, Verrat und Verlust kann ein Mensch aushalten, bevor er selbst zerbricht? Und welche inneren Regeln, welche eiserne Disziplin braucht es, um in einer Welt ohne Ordnung zu überleben? Ein Stück über moralische Grenzen und die Kunst des Überlebens am Rande des Abgrunds.
Inhaltswarnung:
Die Inszenierung enthält Darstellungen und thematische Bezüge zu Krieg, Holocaust, psychischen Erkrankungen, sexualisierter Gewalt an Frauen und Kindern, selbstverletzendem Verhalten sowie Suizid. Darüber hinaus kommen Stroboskopeffekte zum Einsatz, die insbesondere bei empfindlichen Personen Blendungsreaktionen auslösen können.
Stadthalle Greifswald – Rubenowsaal
Das große Heft
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nach dem Roman von Ágota Kristóf
Theaterfassung von Joris Löschburg
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