Francis Poulenc
Oper in drei Akten
Text vom Komponisten nach Georges Bernanos und Gertrud von le Fort
Uraufführung 1957
Premiere vom 4. Juli 2021
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Am 13. Juni findet die 10. Kammermusik anlässlich dieser Wiederaufnahme statt.
Blanche de la Force wird seit frühester Kindheit von rätselhaften Angstzuständen bedrängt. Waren die Umstände ihrer Geburt der Auslöser dafür? Ihre Mutter war hochschwanger in ihrem Wagen in einen gewalttätigen Volksaufstand geraten. Durch den Schock kam es zur Frühgeburt, sie starb im Kindbett. Im Konvent der Karmelitinnen glaubt Blanche, inzwischen eine junge Erwachsene, endlich eine Lebensmöglichkeit gefunden zu haben. Dort wird sie Zeugin, wie selbst die glaubensstarke Priorin in ihrer Todesstunde von Ängsten überwältigt wird. Erneut holen auch Blanche ihre Ängste ein – bis der Märtyrerinnentod ihrer Mitschwestern unter der Guillotine alles verändert. Nachdem sie zunächst geflohen war, reiht sie sich in der Stunde der Hinrichtung in den Zug ein, der von den Revolutionären zum Schafott geführt wird: Die Angst ist gewichen. Eine erschütternde Schlussszene, der sich niemand entziehen kann. Georges Bernanos griff den zuerst 1931 von Gertrud von le Fort verarbeiteten historischen Stoff 1947 für ein Filmdrehbuch auf. Die von ihm verfassten Dialoge dienten Poulenc als Grundlage für das Libretto seiner Oper. Regisseur Claus Guth schafft eine bildkräftige Parabel, die uns das Psychogramm der Blanche ganz nahebringt.
Oper Frankfurt – Opernhaus
Dialogues des Carmélites
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Text vom Komponisten nach Georges Bernanos und Gertrud von le Fort
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