Wolfgang Amadeus Mozart
„Es lebe die Liebe, nur sie sei uns teuer“, singen die Pärchen in Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail. Dabei ist das Liebesglück in der Entführung alles andere als gesichert: Trotz des monogamen Versprechens und der musikalischen Höhenflüge voller Sehnsucht und Humor wissen nicht alle ihr Begehren zu bändigen, gerade die weiblichen Figuren erahnen im Roulette der romantischen Liebe die Verheißungen der Untreue. Oder macht Monogamie doch glücklich?
„Es lebe die Liebe, nur sie sei uns teuer“, singen die Pärchen in Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail – ein Hohelied auf die „romantische Liebe“ als Bollwerk gegen die Unbill der Welt? Dabei ist das Liebesglück in der Entführung alles andere als gesichert: Trotz des monogamen Versprechens wissen nicht alle ihr Begehren zu bändigen, gerade die weiblichen Figuren erahnen die Verheißungen der Untreue. Indes gibt es auch jenen, der von vorneherein nicht Teil des Versprechens ist, den Herrscher und unerhört Liebenden Bassa Selim. Ob er nie gelernt hat, am libidinösen Reigen teilzunehmen (somit neudeutsch ein „Incel“ avant la lettre wäre) oder ob ihm im Roulette der romantischen Liebe das Glück einfach nicht hold war, bleibt unklar. Singen zumindest darf der Bassa bei Mozart nicht. Dafür aber begeben sich alle anderen Figuren mit unbändiger Sehnsucht und Humor auf (musikalische) Höhenflüge. Denn die sind eben auch Teil des monogamen Liebesversprechens.
Hamburgische Staatsoper
Die Entführung aus dem Serail
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„Es lebe die Liebe, nur sie sei uns teuer“, singen die Pärchen in Wolfgang Amadeus Mozarts Entführung aus dem Serail. Dabei ist das Liebesglück in der Entführung alles andere als gesichert: Trotz des monogamen Versprechens und der musikalischen Höhenflüge voller Sehnsucht und Humor wissen nicht alle ihr Begehren zu bändigen, gerade die weiblichen Figuren erahnen im Roulette der romantischen Liebe die Verheißungen der Untreue. Oder macht Monogamie doch glücklich?
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