von Georges Perec
So komisch haben Sie Ihre letzte Frage nach mehr Geld sicher nicht in Erinnerung!
In Ihrem Leben gibt es drei wichtige Ereignisse: Geburt, Tod, Gehaltserhöhung. Die ersten beiden sind gewiss, das dritte hingegen ist mehr als fraglich. Doch das Geld ist knapp und so entschließen Sie sich nach reiflicher Überlegung, Ihren Abteilungsleiter aufzusuchen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Leichter gesagt als getan: Ist Ihr Abteilungsleiter in seinem Büro? Kommt er bald zurück? Ruft er Sie herein? Klopfen Sie noch einmal? Bietet er Ihnen einen Stuhl an? Versteht er Ihr Anliegen? Unterstützt er es? Ja oder Nein?
Georges Perecs wuchernder Text spielt alle möglichen Variationen des Versuchs durch, die Frage aller Fragen zu stellen – und zwar buchstäblich alle. Mit viel Humor und in akribischer Auseinandersetzung mit den Regeln der Sprache seziert der Autor, dessen Texte derzeit für die Bühne wiederentdeckt werden, die Unwegsamkeiten des Arbeits- und Alltagslebens.
Albrecht Schroeder inszeniert nach Bonnie und Clyde sowie Eschenliebe ein weiteres hochnotkomisches Zeugnis der Vergeblichkeit und bringt nun erstmals ein Stück Perecs in Bochum zur Aufführung: Die Gehaltserhöhung oder wie Sie ungeachtet der sanitären, psychologischen, klimatischen, ökonomischen oder sonstigen Bedingungen ein Höchstmaß an Chancen haben, wenn Sie Ihren Abteilungsleiter um eine Angleichung Ihres Gehalts bitten.
Schauspielhaus Bochum – Kammerspiele
Die Gehaltserhöhung
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So komisch haben Sie Ihre letzte Frage nach mehr Geld sicher nicht in Erinnerung!
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