Residenztheater

Die Geschwister Oppermann

13 March
19:30
25 bis 69 €
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Max-Joseph-Platz 1, München

nach dem gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger, für die Bühne bearbeitet von Stefan Bachmann und Constanze Kargl
Eine Koproduktion mit dem Burgtheater Wien

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nach dem gleichnamigen Roman von Lion Feuchtwanger, für die Bühne bearbeitet von Stefan Bachmann und Constanze Kargl
Eine Koproduktion mit dem Burgtheater Wien

»Die Geschwister Oppermann« ist der erste deutsche Roman, der den sich radikal verändernden Alltag in Deutschland zwischen November 1932 und Sommer 1933 quasi fotografisch genau beschreibt: Auf Basis von Zeitungs- und Augenzeugenberichten erzählt Lion Feuchtwanger mit analytischem Blick und den Mitteln der Literatur, wie das nationalsozialistische Regime den systematischen Umbau der Gesellschaft betreibt und eine assimilierte jüdische Familiendynastie so schrittweise um all ihre Lebensgrundlagen bringt.

Zum Zeitpunkt der Machtergreifung der Nationalsozialisten befand sich Lion Feuchtwanger – als Sohn eines jüdischen Fabrikanten 1884 in München geboren und neben Thomas Mann einer der auch international erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit – auf einer Vortragsreise in den USA und sollte zeitlebens nie mehr nach Deutschland zurückkehren.

Im Exil entstehen innerhalb weniger Monate »Die Geschwister Oppermann« – ursprünglich als Drehbuch für einen antifaschistischen Film von der britischen Regierung in Auftrag gegeben –, da Feuchtwanger daran liegt, »das Lesepublikum der Welt möglichst schnell über das wahre Gesicht der Naziherrschaft aufzuklären«. Es ist der erste deutsche Roman, der den sich radikal verändernden Alltag in Deutschland zwischen November 1932 und Sommer 1933 quasi fotografisch genau beschreibt: Auf Basis von Zeitungs- und Augenzeugenberichten erzählt Feuchtwanger mit analytischem Blick und den Mitteln der Literatur, wie das nationalsozialistische Regime, seine Täter*innen und Mitläufer*innen auf allen Ebenen den systematischen Umbau der Gesellschaft betreiben und eine assimilierte jüdische Familiendynastie so schrittweise um all ihre Lebensgrundlagen bringen. Klaus Mann bezeichnete den Roman als »die wirkungsvollste, meistgelesene erzählerische Darstellung der deutschen Kalamität«.

Stefan Bachmann widmet sich nach seiner Inszenierung von »Erfolg« nun dem zweiten Band der »Wartesaal«-Trilogie Lion Feuchtwangers, die – so der Autor – den »Wiedereinbruch der Barbarei in Deutschland und ihren zeitweiligen Sieg über die Vernunft« beschreibt.

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