Liederhalle – Beethoven-Saal

Die große Reihe #4 - Tempo, Tempo!

26 January
19:30
—
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Berliner Platz 1-3 (Beethoven-Saal), Stuttgart

SUK | RAVEL | SCHOSTAKOWITSCH
mit Lucas Debargue unter Leitung von Andrey Boreyko
Einführung ins Programm um 18:30 Uhr

About the event

SUK | RAVEL | SCHOSTAKOWITSCH
mit Lucas Debargue unter Leitung von Andrey Boreyko
Einführung ins Programm um 18:30 Uhr

SUK Scherzo fantastique

RAVEL Klavierkonzert G-Dur

SCHOSTAKOWITSCH Sinfonie Nr. 6

Lucas Debargue KlavierStuttgarter PhilharmonikerDirigent Andrey Boreyko

Als Mitbegründer des Böhmischen (später Tschechischen) Streichquartetts (1891–1933) unternahm Josef Suk über 4.000 Konzerte in 20 europäischen Ländern. Suk war Kompositionsschüler und Schwiegersohn Antonín Dvořáks. Sein etwa viertelstündiges fantastisches Scherzo hat stilistisch aber wenig mit Dvořák gemein. Eher ähnelt es dem „Zauberlehrling“ von Paul Dukas, vielleicht etwas weniger skurril, aber genauso unterhaltsam. Es ist das letzte Stück, das vor dem Tod seines Schwiegervaters (1904) und seiner Frau (1905) entstand und bereitet den Übergang zu seinen späteren Werken vor.

„Folkloristische“ Anklänge finden wir im etwa 30 Jahre später komponierten Klavierkonzert in G von Maurice Ravel, einer seiner letzten Kompositionen. Da mischen sich auf sehr originelle Weise spanische, baskische Elemente mit solchem aus dem Jazz, die der Komponist auf einer fünfmonatigen Reise in den USA kennengelernt hatte, wo er die Nächte zwischen den Konzertauftritten in Fernzügen verbrachte. Ravel schrieb es zwischen 1929 und 1931 parallel zu seinem Klavierkonzert für die linke Hand.

1938 erzählte Dmitri Schostakowitsch, er plane eine monumentale „Lenin-Sinfonie“ für Gesangssolisten, Chor und Orchester zu schreiben. Doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen vollendete er ein Jahr später seine Sechste, ganz ohne Gesang und gar nicht monumental. Die drei Sätze drücken vielmehr, nach Schostakowitsch „Frühling, Freude und Jugend“ aus. Und sie werden immer schneller! Nach einem eher melancholischen Largo folgt ein Allegro-Scherzo und schließlich ein „vollblütiger und zügelloser Musikhallen-Galopp“ Presto, den der Komponist für besonders gelungen hielt.

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