Die Hoden des Teufels als Aphrodisiakum: Subversiver Trickfilm-Fiebertraum aus Lettland über Hexenverbrennung, Werwölfe und verkommene Patriarchen mit jeder Menge Sex, Gewalt und Drogen.
von Daniel Bäldle Ein livländisches Dorf im 17. Jahrhundert. Während ein fanatischer Priester versucht, die Bewohner auf den rechten Pfad zu bringen und seinen Führungsanspruch mit dem Besitz eines heiligen Strohhalms aus Jesus’ Krippe legitimiert, ist seine größte Rivalin die schöne Magd, in deren Taverne sich seine Jünger nach der Kirche besaufen – in seinen Augen eindeutig eine Hexe. Als die Reliquie verschwindet, ist er überzeugt, dass sie dahinter steckt, und sichert sich die Unterstützung des örtlichen Barons, den seine Völlerei und Libido allerdings weitaus mehr interessieren. Doch plötzlich taucht ein Fremder auf, der behauptet, ein Werwolf im Auftrag des Herrn zu sein…
Ein wilder Ritt aus historischem Horror, satirischem Sex und psychedelischen Entgleisungen. Der Film ist rotoskopiert, also zunächst mit Schauspielern gedreht und anschließend übermalt (wie TEHERAN TABU oder WALTZ WITH BASHIR) und erinnert ästhetisch an Comic-Klassiker der Achtziger (wie HEAVY METAL). Die Story basiert auf einem authentischen Gerichtsprotokoll von 1691 und nimmt es zum Anlass, mit der jahrhundertelangen Unterdrückung durch Kirche und Staat abzurechnen, einschließlich einiger Anspielungen auf die Deutschen (die Livland mit prägten).
Animation, Fantasy, Horror • LV, US 2025 • 95 Min • Regie: Lauris Ābele, Raitis Ābele
Metropol Kino
Dog of God
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Die Hoden des Teufels als Aphrodisiakum: Subversiver Trickfilm-Fiebertraum aus Lettland über Hexenverbrennung, Werwölfe und verkommene Patriarchen mit jeder Menge Sex, Gewalt und Drogen.
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