von Katharina Bill / Anton Tschechow
Regie Katharina Bill
Premiere am 25. Januar 2026
Olga, Mascha und Irina sehnen sich nach einem ganz anderen Leben, wollen raus aus Gegenwart und Provinz, weg von der verunglückten Berufs- und Männerwahl. Von Resignation kann keine Rede sein in Tschechows Klassiker: »Es sind vielmehr übervitale Menschen in einer lethargischen Welt, die gezwungen sind, aus dem leidenschaftlichen Verlangen nach Leben das kleinste Ereignis zu dramatisieren. Sie haben nicht aufgegeben«, schreibt der europäische Theatermacher Peter Brook.
125 Jahre später kommt uns die Suche nach Sinn und Selbstverwirklichung erstaunlich nahe: Wie dem Leben im Konjunktiv entkommen – in einem System, das sich von unerfüllten Sehnsüchten nährt? Wie umgehen mit Boreout, FOMO und Care-Krise in einer Welt, die behauptet, ein interessantes Leben sei für alle zu haben? Wie werden wir zu Protagonist:innen des eigenen Lebens? More Drama, Baby!
In der Inszenierung von Katharina Bill suchen sieben Frauen zwischen 17 und 71 Jahren – umrahmt von Seekieferfurnier – nach dem richtigen Anfang. Denn wenn man erstmal loslegt, ist es nicht mehr weit ins richtige Leben. Oder? Sie nehmen Tschechows Text lustvoll auseinander, entdecken Gegenwart und Humor – und bleiben im 1. Akt, 1. Auftritt stecken. In einer klaustrophobischen Wohnzimmerlebenskrise zwischen Langeweile und Lebenslust wird gerungen und gesungen – Hausmusik als Ritual einer neuen Schwesternschaft. Denn das »richtige Leben« beginnt hier und jetzt.
Die Regisseurin, Performerin und Fettaktivistin Katharina Bill ist Expertin für Theaterarbeiten mit nicht-professionellen Darsteller:innen. Zuletzt inszenierte sie am Theater Bremen, am Theater Oberhausen, am Deutschen Theater Berlin und am Staatsschauspiel Dresden. »Drei Schwestern« ist ihre erste Arbeit am Düsseldorfer Schauspielhaus.
Düsseldorfer Schauspielhaus – Central 2
Drei Schwestern
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Olga, Mascha und Irina sehnen sich nach einem ganz anderen Leben, wollen raus aus Gegenwart und Provinz, weg von der verunglückten Berufs- und Männerwahl. Von Resignation kann keine Rede sein in Tschechows Klassiker: »Es sind vielmehr übervitale Menschen in einer lethargischen Welt, die gezwungen sind, aus dem leidenschaftlichen Verlangen nach Leben das kleinste Ereignis zu dramatisieren. Sie haben nicht aufgegeben«, schreibt der europäische Theatermacher Peter Brook.
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