Metropol Kino

Holofiction

Monday
19:00 - 20:42
—
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Brunnenstraße 20, Düsseldorf

Michal Kosakowskis Experimentalfilm/Filmessay reflektiert die Darstellung des Holocausts in der Geschichte des Kinos.

About the event

Michal Kosakowskis Experimentalfilm/Filmessay reflektiert die Darstellung des Holocausts in der Geschichte des Kinos.

von Verleih Fensterscheiben werden eingeschlagen, Wagentüren schließen sich, Lederstiefel glänzen, Rauchwolken ziehen aus den Schornsteinen. Das passiert immer wieder aufs Neue und immer ein bisschen anders: Parallelitäten, Wiederholungen, Seitenwechsel. Aus über 3.000 filmischen Beispielen zeigt Michal Kosakowski, wie der Holocaust gespielt und ausgestattet, gebaut und inszeniert wurde. Seine akribische Archivrecherche verdichtet sich im atemlosen Schnitt zu einer Anatomie des Genozids in wiederkehrenden Motiven, Themen und Bildern.

„Ich wollte das Systematische des Massenmords zeigen, das sich eben auch in der Fiktion vermittelt. Die Wiederholung macht kenntlich, wie der Holocaust funktionieren konnte. Wenn wir dutzende Male sehen, wie Nazis in Wohnungen einbrechen, wird geradezu physisch spürbar, wie sie die heute grundgesetzlich garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung mit Füßen treten und wie man sich daran gewöhnt. Menschen werden registriert, Papiere werden gestempelt, Listen angelegt: Erst wird erfasst und gemessen, dann zerstört, gestohlen und gemordet. In der Häufung der Vorgänge begreift man deren Perfidie vielleicht mehr als in einem Film über ein einzelnes Schicksal.“ (Regisseur Michal Kosakowski im Tagesspiegel)

Dokumentarfilm, Experimentalfilm • DE, AT 2025 • 102 Min • Regie: Michal Kosakowski

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