Gespräch mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Matthias Braumandl, Ricarda Lang und Anne Jelena Schulte
Wird Gewalt gegen Frauen als Grundrauschen der Gesellschaft hingenommen? Die Autorin Anne Jelena Schulte wurde als junge Frau nachts vom Fahrrad gerissen und von einem Fremden vergewaltigt. Es gab Zeugen, keiner schritt ein. Es gab DNA-Spuren, keine wurde ausgewertet. Schulte hat gelernt: Gewalt gegen Frauen hat bei der Fahndung nicht oberste Priorität. Schwerer wiegen Verbrechen wie Attentate, Spionage, Mord. Es hat sich offenbar nicht viel verändert, seit Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger 1997 für die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe kämpfte. Noch immer tun Polizisten Anzeigen von Frauen ab, noch immer werden Verfahren gegen Vergewaltiger eingestellt. Nur eines ist jetzt anders: Frauen begehren dagegen auf.
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
c Foto Marquart
Anne Jelena Schulte
c Max Zerrahn
Annette Ramelsberger
c Florian Peljak
Münchner Kammerspiele – Schauspielhaus
„Kommt halt mal vor“
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