Wolfgang Amadeus Mozart
Kein Klassenkampf, keine Französische Revolution, der Fokus liegt auf der Kraft der Musik: Mit dieser Inszenierung setzt Stefan Herheim ein Gegengewicht zur häufig hochpolitischen Lesart dieses Stücks. Was ihn interessiert, ist der „Egoismus als Antrieb der Welt, aber auch als Voraussetzung der Liebe“. Und weil sich im Bühnenbild aus 1500 Notenblättern alle auf Augenhöhe begegnen, sind Missverständnisse selbstverständlich inkludiert.
So viele Noten hat man selten an einem Abend gesehen. Schon zu Beginn der Ouvertüre blicken wir auf die Originalhandschrift der Partitur von Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro. Und die Noten rennen, werden zu gezeichneten Figuren, erzählen die Geschichte von Begierde und der geplanten Hochzeit von Susanna und Figaro, bevor wir überhaupt das Liebespaar auf der Bühne sehen. Regisseur Stefan Herheim setzt mit seiner Inszenierung ein Gegengewicht zur häufig hochpolitischen Lesart dieses Stücks. Kein Klassenkampf, keine Französische Revolution, sondern fokussiert auf die Kraft der Musik: 1500 Notenblätter sind im Bühnenbild tapeziert – Noten nicht nur auf den Wänden und an der Decke, sondern auch auf die Kostümstoffe gedruckt. Das einzige Requisit ist ein mächtiges Bett in der Mitte, um das sich alles drehen wird. Herheim interessierte der „Egoismus als Antrieb der Welt, aber auch als Voraussetzung der Liebe“. Hier begegnen sich also alle auf Augenhöhe – Missverständnisse selbstverständlich inkludiert.
Hamburgische Staatsoper
Le nozze di Figaro
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Kein Klassenkampf, keine Französische Revolution, der Fokus liegt auf der Kraft der Musik: Mit dieser Inszenierung setzt Stefan Herheim ein Gegengewicht zur häufig hochpolitischen Lesart dieses Stücks. Was ihn interessiert, ist der „Egoismus als Antrieb der Welt, aber auch als Voraussetzung der Liebe“. Und weil sich im Bühnenbild aus 1500 Notenblättern alle auf Augenhöhe begegnen, sind Missverständnisse selbstverständlich inkludiert.
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