Michail Glinka
Eine Belcanto-Entdeckung im Märchenland wird zu einer zeitgenössischen Befreiungsgeschichte. Wie lässt es sich leben und lieben in einem restriktiven System, das Sicherheit über Freiheit und Gleichheit stellt? Die Inszenierung übersetzt das russische Märchen in die Emanzipationserzählung einer jungen Generation. So werden aus Michail Glinkas Zwergen gesellschaftliche Zwänge, an Stelle der Abhängigkeit vom Heldentum einer patriarchalen Ordnung rückt der Wunsch nach autonomer Selbstbefreiung.
Wie lässt es sich leben und lieben in einem System, das die Behauptung von Sicherheit über das Bedürfnis von Freiheit und Gleichheit stellt? Diese brisante Fragestellung wirft die Oper Ruslan und Ljudmila, die Michail Glinka auf der Grundlage eines Märchens von Alexander Puschkin geschrieben hat, heute auf. Die ungarischen Regisseurinnen Magdolna Parditka und Alexandra Szemerédy nehmen die schillernde Komposition, die italienisches Belcanto mit slawischen, finnischen und arabischen Einflüssen zusammenführt, zum Anlass, die Schönheit individueller Lebens- und Liebeswege herauszuarbeiten – mitsamt den Schwierigkeiten, die sich auch heute stellen, wenn Menschen traditionellen Erwartungen nicht entsprechen (wollen). So werden aus den Zwergen in Glinkas Märchen gesellschaftliche Zwänge und die vorgegebene Heldenlaufbahn bringt den dringenden Wunsch nach Selbstbestimmung hervor.
Hamburgische Staatsoper
Ruslan und Ljudmila
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Eine Belcanto-Entdeckung im Märchenland wird zu einer zeitgenössischen Befreiungsgeschichte. Wie lässt es sich leben und lieben in einem restriktiven System, das Sicherheit über Freiheit und Gleichheit stellt? Die Inszenierung übersetzt das russische Märchen in die Emanzipationserzählung einer jungen Generation. So werden aus Michail Glinkas Zwergen gesellschaftliche Zwänge, an Stelle der Abhängigkeit vom Heldentum einer patriarchalen Ordnung rückt der Wunsch nach autonomer Selbstbefreiung.
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