tanzhaus nrw – Großer Saal

Sophie Yukiko & ZOE: BODEN

11 Dec — 13 Dec 2026
16:00
—
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Erkrather Straße 30 (tanzhaus nrw, Großer Saal), Düsseldorf

Silvia Federici beschreibt, dass es vor der Ära der Hexenverfolgung in weiten Teilen Europas ein anderes Verständnis von Land, Gemeinschaft, Ahnenlinien, Besitz und Boden gab. Gemeinschaftliche Strukturen und geteiltes Land prägten das soziale Gefüge. Boden wurde nicht als reine private Ressource betrachtet, sondern als kommunale Verantwortung und geteiltes Gut einer Gemeinschaft. Die europäische Hexenverfolgung kann als ein Startschuss für eine Ära der Gewalt, Expansion und Verdrängung interpretiert werden.

About the event

Uraufführung

Silvia Federici beschreibt, dass es vor der Ära der Hexenverfolgung in weiten Teilen Europas ein anderes Verständnis von Land, Gemeinschaft, Ahnenlinien, Besitz und Boden gab. Gemeinschaftliche Strukturen und geteiltes Land prägten das soziale Gefüge. Boden wurde nicht als reine private Ressource betrachtet, sondern als kommunale Verantwortung und geteiltes Gut einer Gemeinschaft. Die europäische Hexenverfolgung kann als ein Startschuss für eine Ära der Gewalt, Expansion und Verdrängung interpretiert werden.

BODEN arbeitet diese geschichtlichen Verkettungen auf und thematisiert die Konstruktion einer deutschen Nation, den damit einhergehenden Nationalstolz sowie die Erfindung einer abgegrenzten, nicht-deutschen, nicht-weißen Einheit, der das Recht auf eine Existenz auf deutschem Boden abgesprochen wird. Aus einer Schwarzen, deutschen Perspektive, begegnen die Künstlerinnen Sophie Yukiko und ZOE diesen Themen indem sie sich durch Voguing – einer Tanzform der queeren Ballroom Subkultur – dem Archetypen der Hexe annehmen.

Sophie Yukiko ist eine deutsch-amerikanische Künstlerin im Bereich Film und Theater. In ihren Arbeiten setzt sie sich mit dem Konzept des Rituals auseinander, das sie über Tanz und Text verhandelt. Während ihrer professionellen Karriere als kommerzielle Tänzerin, wurde sie Teil der Ballroom-Szene und widmete sich fortan Kontexten politischer Kunst.

ZOE ist eine interdisziplinäre Performance-Künstlerin und Kuratorin aus Düsseldorf. In ihren Arbeiten reflektiert sie über Rehabilitation, Transformation und die (Rück-) Aneignung von Körper und Raum sowie das Verhältnis von Macht und Marginalisierung. Ihre Kunst ist für sie eine Sprache des Widerstands, die Narrative hinterfragt, Leerräume füllt und Erzählungen erweitert, um die Perspektive, Sichtbarkeit und Souveränität strukturell diskriminierter Lebensrealitäten und Communities in den Fokus zu stellen. ZOE gehört zur ersten Ballroom-Generation in Deutschland und gilt als eine der Leitfiguren für die Kultur im deutschsprachigen Raum.

Dauer: 60 Min.

Rahmenprogramm

Datum Rahmenprogramm

Fr 06.11. 18:00 Offene Probe

So 13.12. im Anschluss Talk: Panel mit Miriam Owusu-Tutu

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