Spielstätte: Saal B - Ein Tonstudio in Kalifornien in den Siebzigerjahren. Eine fünfköpfige Band trifft sich, um ihr neues Album aufzunehmen. Der Ehrgeiz, an den Erfolg des letzten Albums anzuknüpfen und ihn im besten Fall zu übertreffen, ist groß. Die Arbeit im Tonstudio stellt die Band nicht nur vor musikalische, sondern auch vor menschliche Herausforderungen: Während die Bandmitglieder versuchen, gute Songs zu produzieren, werden die zwischenmenschlichen Spannungen immer größer. Peter, Lead Vocals und Gitarre, übt mit seinem Kontrollwahn einen immensen Druck auf seine Bandkolleg_ innen aus, die sich zunehmend dagegen wehren. Seine Frau Diana, Lead Vocals, feiert als Songwriterin Erfolge, während ihr Wunsch nach Unabhängigkeit stetig wächst. Holly, Lead Vocals und Keyboard, sehnt sich nach einem selbstbestimmten Leben, aber muss sich um ihren kokainsüchtigen Ex Reg, E-Bass, kümmern, damit das Album überhaupt jemals fertig wird. Simon, Schlagzeug, vermisst Frau und Kinder in England, die er wegen seiner Karriere seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Grover, der Tontechniker, hat gelogen, um den Job zu bekommen, und ist sich unsicher, ob er der Aufgabe gewachsen ist. Charlie, sein Assistent, ist zwar der Cousin einer der Doobie Brothers, aber ebenfalls völlig unerfahren.
Wie viel muss man für Kunst opfern und wie entsteht die beste Kunst? Wie behauptet man seinen künstlerischen Anspruch, etwas Großes zu schaffen, gegenüber Kolleg_innen, die nicht mit der gleichen Leidenschaft dabei sind? Kann zu großer Perfektionismus etwas kaputt machen? Welche Rolle spielt das Private im kreativen Prozess? Diese Fragen untersucht das in New York uraufgeführte und am Broadway für 13 Tony Awards nominierte Stück von David Adjmi, welches Thomas Ostermeier im Herbst zur deutschsprachigen Erstaufführung bringt. Die Musik für das Stück wurde von Will Butler, Gründungsmitglied der Band Arcade Fire, komponiert.
Schaubühne am Lehniner Platz
Stereophonic
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von David AdjmiSongs von Will ButlerIn einer Übersetzung von Marius von MayenburgRegie: Thomas Ostermeier
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