Staatstheater Stuttgart – Opernhaus

Turandot

16 May — 5 Jun 2027
17:00 - 21:30
8–152 €
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Oberer Schloßgarten 6, Stuttgart

von Giacomo Puccini
Wieder im Repertoire
Dramma lirico in drei AktenMit „Isoldes Liebestod“ (Konzertfassung) aus Richard Wagners Tristan und IsoldeLibretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi

About the event

von Giacomo Puccini
Wieder im Repertoire
Dramma lirico in drei AktenMit „Isoldes Liebestod“ (Konzertfassung) aus Richard Wagners Tristan und IsoldeLibretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi

Dramma lirico in drei Akten Mit „Isoldes Liebestod“ (Konzertfassung) aus Richard Wagners Tristan und Isolde Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi

in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

„All’alba vincerò – bei Sonnenaufgang werde ich gewinnen“, schmettert der unbekannte Prinz der Stadt entgegen und ist damit einer der wenigen Helden der italienischen Oper, deren ariose Schlaflosigkeit der Zuversicht geschuldet ist, statt der Verzweiflung. Verzweifeln müssen dafür die anderen. Vornehmlich die Bewohner*innen der Stadt, in der – „nessun dorma“ – niemand schlafen darf, weil alle auf allerhöchsten Befehl und bei Androhung der Todesstrafe nach dem Namen des Unbekannten forschen müssen. Dass Turandot für Puccinis Verhältnisse eigentlich gut ausgehen sollte, fühlen wir – wie so vieles – in der zentralen Tenor-Arie des Werkes. Wie kein zweiter verstand Puccini sich darauf, dem Publikum vermittels der gnadenlosen Unmittelbarkeit seiner Musiksprache eine emotionale Anteilnahme geradezu aufzuzwingen. Das Stück selbst endet denn prinzipiell auch happy, allerdings ohne Puccini, der im Kampf gegen seinen Kehlkopfkrebs die Waffen strecken musste, ehe das Finale fertig war. Und so reiht sich Turandot ein in die Riege der großen Opernfragmente des 20. Jahrhunderts. Doch nicht nur das Stück ist mehr oder weniger Chimäre, auch die Titelfigur selbst scheint vor allem eine Projektion zu sein: „Turandot existiert nicht! Es existiert nur das Nichts“, warnen Ping, Pang und Pong den unbekannten Prinzen um davon abzuhalten sich an die drei Rätsel zu wagen, die es zu lösen gilt, will man die Kaisertochter Turandot gewinnen. Anna- Sophie Mahler, deren Stuttgarter Saint François d’Assise 2023 von der Fachzeitschrift Opernwelt als „ungewöhnlichste Opernerfahrung des Jahres“ ausgezeichnet wurde, wird sich 100 Jahre nach der Uraufführung von Puccinis rätselhafter letzter Oper auf die Suche nach dem „Fluidum der Liebe“ begeben, mit dem der Komponist im Finale der Oper die bis zum äußersten gespannten Nerven befrieden wollte. Denn, so viel steht fest: brauchbar wäre dieses Fluidum durchaus auch heute.

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