Zwei Werke, entstanden im Spannungsfeld des 20. Jahrhunderts, stehen im Zentrum dieses Konzertabends: das funkelnde dritte Klavierkonzert von Sergei Prokofjew und die eindrucksvolle fünfte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch. Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte über künstlerische Freiheit, Anpassung und den vielschichtigen Ausdruck zwischen Ironie und Ernst.
Mit seinem Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur schuf Prokofjew eines der beliebtesten und zugleich charakteristischsten Werke seines Schaffens. Virtuose Brillanz, rhythmische Energie und überraschende Wendungen prägen diese Musik. Hinter der funkelnden Oberfläche verbirgt sich jedoch mehr als nur pianistische Virtuosität: Prokofjews Tonsprache spielt mit Witz, Schärfe und lyrischen Momenten – eine moderne, selbstbewusste Stimme der frühen Moderne, die den Solisten wie das Orchester gleichermaßen fordert.
Ganz anders wirkt die Welt von Schostakowitschs Symphonie Nr. 5 in c-Moll, entstanden unter dem wachsamen Blick der sowjetischen Kulturpolitik. Nach heftiger Kritik durch die staatlichen Behörden stand der Komponist unter enormem Druck. Seine Antwort war eine Symphonie von großer emotionaler Spannweite: dramatisch, introspektiv und von erschütternder Intensität. Offiziell wurde das Werk als „Antwort eines sowjetischen Künstlers auf berechtigte Kritik“ bezeichnet – doch bis heute wird darüber diskutiert, wie viel Anpassung und wie viel versteckte Botschaft in dieser Musik steckt.
So beleuchtet dieses Programm von zwei Wegen künstlerischen Ausdrucks: Prokofjews schillernder, spielerischer Modernität und Schostakowitschs tiefgründiger, vieldeutiger Symphonik. Zwischen virtuosem Glanz und existenzieller Dramatik entfaltet sich ein musikalischer Dialog über die Möglichkeiten und Grenzen von Kunst in bewegten Zeiten.
Sergei Prokofjew Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26 Dmitri Schostakowitsch Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Bochumer Symphoniker Alexander Gavrylyuk, Klavier Aziz Shokhakimov, Dirigent
Einführung jeweils 1 Stunde vor Konzertbeginn auf der Bühne im Großen Saal
Anneliese Brost Musikforum Ruhr – Großer Saal
Überlebensstrategien
Tickets
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7–454.80 €
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Zwei Werke, entstanden im Spannungsfeld des 20. Jahrhunderts, stehen im Zentrum dieses Konzertabends: das funkelnde dritte Klavierkonzert von Sergei Prokofjew und die eindrucksvolle fünfte Symphonie von Dmitri Schostakowitsch. Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte über künstlerische Freiheit, Anpassung und den vielschichtigen Ausdruck zwischen Ironie und Ernst.
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