Oper Frankfurt – Opernhaus

Un ballo in maschera

6 Dec 2026 — 30 Jan 2027
18:00
—
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Willy-Brandt-Platz 1, Frankfurt am Main

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

About the event

Giuseppe Verdi

Melodramma in drei Akten

Text von Antonio Somma nach Eugène Scribe

Uraufführung 1859, Teatro Apollo, Rom

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.

Ein Tanz auf der Rasierklinge: Obwohl eine Verschwörung gegen ihn läuft, stürzt sich Graf Riccardo in eine Affäre mit der Frau seines besten Freundes. Der Ausgang? Tödlich!

Nachdem Giuseppe Verdi Anfang der 1850er Jahre mit Opern wie Rigoletto, La traviata und Il trovatore den Grundstein seines Welterfolgs gelegt hatte, suchte er nach neuen musikalischen Herausforderungen. Statt der »Monotonie« des italienischen Melodramma zog es ihn nun zu Stoffen, in denen sich Komik und Tragik eng miteinander verbinden. Fündig wurde er bei Eugène Scribes Libretto Gustave III. ou Le bal masqué, das auf der Ermordung des schwedischen Königs im Jahr 1792 basiert. Gemeinsam mit dem Dramatiker Antonio Somma machte sich Verdi an eine Adaption des Sujets, eckte aber prompt bei der italienischen Zensur an: Die Tötung eines Monarchen auf offener Bühne war damals alles andere als opportun, weshalb der Schauplatz der Oper mehrfach verändert werden musste.

Bei der Uraufführung in Rom 1859 wurde die Handlung schließlich im Boston der Kolonialzeit verortet. Wichtiger als der historische Kontext war für Verdi aber ohnehin die »dramatische Situation« der Figuren, die er mit viel psychologischem Feingefühl zum Leben erweckt: Graf Riccardo führt eine Liebesbeziehung mit Amelia, der Ehefrau seines Freundes und Beraters Renato. Er ignoriert, dass ein Attentat auf ihn geplant wird und beschäftigt sich lieber mit den schönen Seiten des Lebens. Eines Nachts werden Riccardo und Amelia von Renato bei einem heimlichen Rendezvous erwischt. Tief getroffen, schließt sich Renato daraufhin den Verschwörern an und erschießt Riccardo inmitten eines rauschenden Maskenballs.

Die extremen Kontraste des Librettos spiegeln sich auch in Verdis Partitur: Während die Liebesszenen zwischen Amelia und Riccardo einen innigen, beinahe transzendenten Charakter haben, kippen bedrohliche Momente immer wieder ins Groteske. Die Musik treibt die Figuren mal tänzelnd, mal flüsternd auf einen tödlichen Abgrund zu, den die Seherin Ulrica bereits zu Beginn der Oper prophezeit.

Wir danken unserem Kooperationspartner ROECKL.

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