Vaterland
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Pawel Pawlikowskis Reisebericht VATERLAND hat inzwischen einen festen Platz im Programm. Man darf sagen: Das Biopic über die Rückkehr des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann (Hans Zischler) nach Deutschland wird immer gern gesehen. Von der Stippvisite des Autors kann das nicht ohne Weiteres behauptet werden. Mann musste sich kritischen Fragen stellen. Zum ersten Mal seit seiner Emigration 1933 bereiste der deutsche Autor 1949 sein Vaterland. Den Goethe-Preis sollte er gleich zweimal bekommen. Erst in Frankfurt und dann in Weimar. Eine Kinderschar begrüßt ihn artig mit dem eingeübten Satz: "Es lebe unser Thomas Mann. Hoch, hoch, hoch." In dem Jubelruf ist eine der Fragen enthalten, die den Oscar-Preisträger Pawlikowski beschäftigt: Wem gehört Thomas Mann? Ist er Kapitalist oder Sozialist? Seine Tochter Erika (Sandra Hüller) begleitet den so sehr Begehrten. Irgendwann sagt sie: "Ich will nach Hause." Ihr Vater gibt zurück: "Wo ist das?" Überschattet wird diese hochpolitische Heimkehr
About the event
Regisseur Pawel Pawlikowski genügten 60 Drehbuchseiten und 82 Filmminuten, um den Regiepreis beim Festival in Cannes zu gewinnen. Die historisch belegte Reise nach Frankfurt mit weiterem Stopp in Weimar wird zu einer Auseinandersetzung mit dem "neuen Deutschland". Pawlikowski drehte in sehr kühlem Schwarz-Weiß, im engen 4:3-Format und ohne Kamerafahrten. Hans Zischler stellt Thomas Mann als melancholischen, beredten und distanzierten Heimkehrer dar. Sandra Hüller spielt die Rolle als Erika Mann mit Ausdruck und bekommt die Gelegenheit, Gustav Gründgens (Joachim Meyerhoff) eine Ohrfeige zu verpassen.
Drama; Frankreich, Polen, Italien, Deutschland 2026; Regie: Pawel Pawlikowski; Darsteller: Hanns Zischler, Sandra Hüller, August Diehl u.a.
Ab 0 Jahren | 81 Minuten
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